 Description IMPERATORISCHE PRäGUNGEN
MARCUS ANTONIUS, † 30.
No.: 65
Schätzpreis/Estimate: CHF 12000.-
d=20 mm Aureus, mobile Heeresmünzstätte, 41. ANT - AVG. IMP - III.V. R..P.C. Kopf n. r. Rv. PIETAS. COS Pietas im langen Gewand mit Füllhorn und Steuerruder n. l. stehend, zu ihren Füssen Storch n. l. stehend. 8,11 g. Cr. 516/1. Syd. 1173. Bahrfeldt 78, 82/2 (dieses Exemplar). Sehr selten. überprägungsspuren.
Gutes sehr schön Provenienz: Aus den Sammlungen Consul E. F. Weber und Th. Prowe, sowie aus den Auktionen J. Hirsch, München 24 (1909), 767 ("Treffliches Porträt. Prachtexemplar von grosser Seltenheit"), und Adolph Hess Nachf., Frankfurt a. M. 20.5.1912, 318. Man hat diesen Aureus mit den Prägungen in Verbindung bringen wollen, die Marcus Antonius zu Ehren seines Bruder Lucius herausgab, der im Jahre 41 das Konsulat bekleidete. Lucius soll – wie Cassius Dio 68, 5, 4 überliefert - wegen seiner Loyalität gegenüber seinem Bruder den Beinamen PIETAS getragen haben. Ob man die Darstellung der Pietas tatsächlich nur als Referenz gegenüber Lucius Antonius verstehen kann, mag dahingestellt bleiben. Tatsache ist, dass sich sowohl Octavianus als auch Sextus Pompeius in ihrer Münzprägung als "pius" beschrieben, so dass es für Marcus Antonius wohl selbstverständlich war, sich auch diese Tugend zuzuschreiben. |